Das Ziel der Therapie ist es, das übermässige Bakterienwachstum zu reduzieren, die Symptome zu lindern und die normale Verdauungsfunktion wiederherzustellen.
Dazu stehen medikamentöse und ernährungstherapeutische Massnahmen zur Verfügung.
- Antibiotikatherapie
- Systemisch wirkende Antibiotika (z. B. Chinolone oder Tetrazykline) greifen im gesamten Körper an und werden vor allem bei ausgeprägten oder wiederkehrenden Fällen eingesetzt.
- Lokal wirkende Antibiotika wie Rifaximin oder Gentamycin/Polymyxin-Kapseln (SDD) wirken direkt im Darm und werden kaum in den Blutkreislauf aufgenommen. Dadurch wird die bakterielle Überwucherung gezielt reduziert, bei gleichzeitig geringem Risiko für Nebenwirkungen.
- Ernährungsumstellung (SIBO-Diät)
Eine angepasste Ernährung unterstützt den Behandlungserfolg wesentlich:
- Low-FODMAP-Ernährung: Meiden von stark fermentierbaren Kohlenhydraten (z. B. Zwiebeln, Knoblauch, Hülsenfrüchte, Weizen), die Blähungen fördern.
- Kohlenhydratreduzierte Kost: Begrenzung von Zucker und einfachen Kohlenhydraten, da diese den Bakterien als Nahrungsquelle dienen.
- Kleine, häufige Mahlzeiten: Entlasten den Verdauungstrakt und fördern eine gleichmässige Magen-Darm-Passage.
- Probiotische Lebensmittel: Produkte wie Joghurt, Kefir oder fermentiertes Gemüse können helfen, das Gleichgewicht der Darmflora zu stabilisieren.
- Ausreichend Flüssigkeit: Viel Wasser und milde Kräutertees unterstützen eine gesunde Verdauung.
Da die Verträglichkeit individuell stark variiert, sollte die Ernährung persönlich angepasst werden. Unsere Praxis bietet hierzu eine begleitende Ernährungsberatung an, um gemeinsam mit Ihnen einen massgeschneiderten Plan zu entwickeln.